FELIZ NAVIDAD PARA TODOS!!!!

FROHE WEIHNACHTEN!!!

1 Kommentar 24.12.08 15:24, kommentieren

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Tannenbaum oh Tannenbaum

Hola amigos!

 Wie geht es euch allen in der vorweihnachtlichen Zeit?
Bei uns ist es sehr warm und dadurch auch sehr schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Man kommt sich immer vor als wuerde man im tiefsten Sommer Weihnachtslieder singen...schon seltsam.

Wie auch immer...endlich finde ich einmal Zeit um euch von meiner Reise zu berichten.

Am 14.November trafen wir und abends an der "Estación de Autobuses", wo wir unsere kleine Reise starteten. 

Die ganze Nacht sind wir auf einer ungeteerten Strasse dahingeholpert um am naechsten Tag muede aber natuerlich voll motiviert in Uyuni, im Sueden von Bolivien, anzukommen.
Von dort aus ging es nach einem kurszen Fruehstueck sofort weiter und wir machten und in einem Jeep auf um die "Salar de Uyuni", die Salzwueste zu erkunden.
Das war wirklich ueberwaeltigend!
Egal wo man hinsieht, alles ist weiss und man hat das Gefuehl irgendwo in Alaska zu sein weil es wie eine riessige Schneedecke wirkt.
Wir stiegen auf die "Isla de pescado", eine fischfoermige Insel mitten in der Wueste von wo aus man einen herrlichen Ausblick hat.Es war so still wie ich es schon ewig nihct mehr gehoert habe.Man hoerte nur den Wind und hatte dieses endlose Weiss vor sich-traumhaft

Wie schliefen in einem Hotel das nur aus Salz bestand-Betten, Tische, Stuehle-sogar der Boden war mit Salz ausgelegt.

Am naechsten Tag fuhren wir zu verschiedenen Lagunen und zum "Arbol de Piedra"-dem Baum aus Stein.
Die Lagunen waren wunderschoen und die letzte die wir sahen, die "Laguna colorada" hatte viele verschiedene farben.
Die Lagunen waren wunderschoen.In allen leben Flamingos, was wirklich ein herrliches Bild ergibt.

Den ganzen Tag fuhren wir mit dem Jeep durch die totale Einsmakeit.
Ich finde es immerwieder erstaunlich wenn ich ein so riessiges unbesiedeltes Gebite sehe-kaum vorstellbar das es ueberall auf der Welt einmal so aussah...

Naqch einem anstrengenden Tag uebernachteten wir in einem ehemaligen Fluechtlingslager und nach einer kurzen Nacht ging es um 5.00 Uhr mit dem Jeep weiter-dem Sonnenaufgang entgegen.
Wir fuhren zu einem aktiven Vulkan und sahen uns die Geysire in der Umgebung an.
Danach fuhren wir zu natuerlichen heissen Quellen un nach einem leckeren Fruehstueck nahmen wir darin ein heisses Bad-traumhaft

Von Uyuni ging es dann weiter nach Cochabamba.
Zwei Tage lang sahen wir uns die Stadt an, liefen viel herum und besuchten die grosse Christusstatue die ueber der Stadt trohnt.
Cochabamba ist eine schoene Stadt...aber natuerlich nichts im Gegensatz zu La Paz

Danach ging es weiter nach Torro Torro, wigentlich ein kleines Doerfchen mit einem riessigen Garten, dem "Nationalpar Torro Torro"
Die Turisten werden hauptsaechlich mit den dort zu findenden Dinosaurierspuren angelockt, was mich persoenlich aber weniger beeindruckt hat.
Das ueberwaeltigende war die Landschaft an sich.
So starteten wir also unseren zweitaegigen Wandertrip.
Am ersten Tag kamen wir nach ca. drei Stunden Wanderung zu einer grossen Hoehle.
Mit Taschenlampen ausgeruestet kletterten wir ungefaehr zwei Stunden tief unter der Erde herum.Auf und Ab,mit Seilen gesichert und auf sich selbst gestellt.
Das Schoene ist das man gewisse Dinge in Deutschland niemals machen koennte weil die Sicherheitsvorkehrungen viel zu hoch sind...hier ist es einfacher gefaehrliche aber eben auch spannende Dinge zu erleben
Wir mussten und durch enge Spalten druecken, durch Gaenge kriechen und uns gegenseitig helfen um voran zu kommen.
Als wir am tiefsten Punkt der Hoele ankamen machten wir alle taschenlampen aus und lernten zum ersten mal was wirklich Dunkelheit bedeutet.
Man kann sich nicht vorstellen was in einem Menschen vorgehen muss der dort unten allein und ohne Licht festsitzt...eine schrecklich Vorstellung.
Ich hab mich ein bischen gefuehlt wie Becky Thatcher die darauf wartet von Tom Sawyer gerettet zu werden

Am naechsten Tag wanderten wir zu einer tiefen Schlucht, die wir hinunterstiegen.Als wir unten ankamen kletterten wir auf Steinen weiter, immer an einem Fluss entlang, bis wir zu Wasserfaellen kamen.
Dort machten wir eine Pause, gingen schweimmen und liessen uns von den kleineren Wasserfaellen den Ruecken massieren
Den Rueckweg liefen wir in der Schlucht und arbeiteten uns an der Steinwand immer weiter nach oben.
Das war ein einziges Gekletter, hat aber einfach wahnsinnig viel Spass gemacht.
Als wir an einem von der natur geschaffenen Wasserbecken mit Felsvorsprung vorbeikamen konnten wir uns nicht mehr beherrschen und sind mitsamt unserer Kleider von dem natuerlichen Sprungbrett ins Wasser gesprungen.
Ehe ich mich versah war das Becken voll mit bekleideten Menschen...wir hatten soviel Spass
Abends waren wir nach diesem anstrengenden Marsch alle ziemlich muede.
Am naechsten Tag gings dann schon zurueck na La Paz.

Es war wirklich eine schoene, wenn auch kurze Reise.
Und was das Ganze fuer mich noch schoener gemacht hat ist das ich sehr oft an meine Jungs denken musste und sie manchmal sehr vermisst habe.
Als ich wieder ins Projekt zurueckkam habe ich gleucklich festgestellt das dieses Vermissen beidseitig war.
Diese Erfahrung hat mich letztenendes auch zu der Entscheidung bewegt Weihnachten mit meinen Kindern zu verbringen...mal sehen wie es wird

 

Euch allen wuensche ich eine schoene Adventszeit, frohe Weihnachten und (wenn ihr vorher nichts mehr von mir hoert) einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Feliz Navidad!!!

salomeinblovien 

 

1 Kommentar 8.12.08 20:59, kommentieren

Es wird Sommer!!!

Hallo ihr Lieben!!!

Wie gehts es euch?
Mir geht es immernoch wunderbar und ich konnte mich endlich mal wieder durchringen einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
...Laenger kann ich auch nicht mehr warten, denn es ist schon wiederso viel passiert das sich manches schon gar nicht mehr wahr anfuehlt.

Also...ich fange mal mit dem vor-vor-vor-letzten Wochenende an:
Da haben wir uns naemlich dazu entschlossen mal ganz sportlich und mutig zu sein und sind mit dem Mountainbike den "camino de la muerte" runtergefahren.
Das ist angeblich die gefaehrlichste Strasse der Welt da sie an einem tiefen Abgrund entlang fuehrt.
Was die ganze Sache noch etwas interessanter macht ist das man mit dem Fahrrad die ganze Zeit am Abgrund entlangfahren muss weil auf der Strasse auch Pkw- und Lkw-, sowie Busverkehr und alles was man sich sonst noch vorstellen kann herrscht.

Auf dem Weg nach unten, wo man am Ende im Dschungel landet, hat man einen wunderschoenen Ausblick mit viel gruen und etlichen Wasserfaellen...
Auf diesen Ausblick sollte man sich aber nicht zu sehr konzentrieren wenn man heil unten ankommen will...
Nachdem wir die vierstuendige Radtour alle mehr oder weniger ueberlebt hatten erwartete uns unten ein Pool und gutes Essen.
Der Trip hat wirklich viel Spass gemacht und ich kann nur jedem, der sich irgendwann mal nach Bolivien verirren sollte, empfehlen sich diesen Spass nicht entgehen zu lassen...

Am folgenden Montag dann konnten meine Mitbewohner und ich nicht zur Arbeit gehen weil die Autobahn, an der wir leben,voll mit Menschen war...was bei uns erst mal leicht fuer Verwirrung sorgte.
Als wir dann den Fernseher anschalteten lief auf allen Kanaelen eine Liveuebertragen eines Marsches der indigenen Bevoelkerung an dessen Spitze der bolivianische Praesident lief...und dieser fuehrte offensichtlich direkt an unserem Haus vorbei.
Im Fernsehn war die Rede von dem groessten Marsch in der Geschichte Boliviens.
Wie auch immer, zwei Stunden lang war die Strasse voll mit Menschen die von El Alto bis zum Plaza Murillo maschierten, wo Evo Morales eine Rede hielt...
An Maersche und Demonstrationen hat man sich schon gewoehnt aber das war dann schon etwas Besonderes.
...Schliesslich laeuft der bolivianische Praesident nicht jeden Tag an unserer Haustuer vorbei...

Nachdem die restliche Arbeitswoche ruhig verlaufen war freute ich mich sehr als ich und die anderen Freiwilligen  meines Projekts zu einer echten bolivianischen Hochzeit eines Mitarbeiters eingeladen wurden...
Zum Glueck sind wir flexibel...denn wie die Bolivianer so sind bekamen wir die Einladung zu der am Samstag stattfindenden Hochzeit am Freitag ueberreicht
Wie freuten uns trotzdem sehr darueber und fanden uns daher am naechsten morgen um 09.00 Uhr 
(nicht ohne uns zu fragen seit wann die Bolivianer so frueh dran sind) in der Kirche ein.
Wie wir etwas verwirrt feststellen mussten war die Kirche fast leer und nur die engsten Verwandten waren anwesend.
Davon liessen wir uns aber natuerlich nicht erschrecken und nahmen trotzdem an der Zeremonie teil, was sehr interessant war.
Danach fuhren wir alle mit einem gemieteten Micro, einem grossen Bus, in einen Festsaal, wo die Feier stattfand.
Nachdem wir um ungefaehr 16.00 Uhr immernoch zu den recht wenigen Gaesten zaehlten fingen wir langsam an uns zu fragen ob der Braeutigam uns vielleicht ein bischen hinters Licht gefuehrt hat als er uns erzaehlte das an die 200 Gaeste geladen waren.
...Wie wir spaeter erfahren sollten ist die Kirche und eigentlich die ganze Hochzeit fuer die Bolivianer nur ein Vorwand um sich zu betrinken und richtig schoen zu feiern und deshalb ist es voellig normal das die meisten Gaeste nicht an der Kirche teilnehmen und am Abend nicht vor 20.00 Uhr eintrudelten.
Nachdem wir den ganzen Tag recht allein auf den Beginn der Feier gewartet haben wurden wir am Abend dann doch noch entlohnt, denn wenn die Bolivianer eins koennen dann ist es feiern...So gegen 22.00 Uhr konnten wir uns das mit den 200 Gaesten dann schon eher vorstellen und der ganze Raum war voll mit tanzenden und vorallem alkoholkonsumierenden Menschen.

Es ist so etwas wie eine Tradition das jede neue Familie die ankommt erst mal einen Kasten Bier in die Hand gedrueckt bekommt und sich damit an einen Tisch begibt.
So standen also an jedem Tisch mindetens 5 Kaesten Bier, die auch bereitwillig geleert wurden.
Waehrend wir tanzten kamen staendig irgendwelche Leute und gaben uns Bier und Singani.
Es waere ziemlich unhoeflich etwas abzulehnen aber wenn man nicht mehr trinken will kann man sich immer noch auf die "Pacha Mama" (Mutter Erde)berufen und die Haelfte seines Getraenkes ihr zu Ehren auf den Boden schuetten.
Ich glaube diesen Brauch haben die Bolivianer nur eingefuehrt weil sie selbst nicht so viel trinken koennen.
Die Hochzeit war auf jeden Fall ein Erlebnis und nicht mit deutschen Hochzeiten zu vergleichen.
Und eins habe ich gelernt...bei meiner naechsten bolivianischen Hochzeit stehe ich nicht mehr morgens um 6.30 Uhr auf

Vorletztes Wochenende war dann "Todos Santos" (Allerheiligen) und wir haben uns getroffen um gemeinsam den Friedhof zu besuchen.
Das war wirklich unglaublich...
Die Bolivianer glauben daran das ihre Verwandten an Todos Santos auf die Erde zurueckkommen.
Deswegen versammeln sich alle Fmilien an diesem Tag auf dem Friedhof um am Grab ihrer Liebsten deren Rueckkehr zu feiern.
Die Graber sind geschmueckt mit den leckersten Gerichten, jenachdem was die Lieblingsspeisen der Verstorbenen waren.
Die Familien verbringen den ganzen Tag an den Graebern, machen Musik, tanzen, feiern und, was sonst, trinken eine Menge Alkohol.
Wir waren recht frueh dort, so dass wir keine alzu betrunkenen Menschen gesehen haben aber wenn man sich zur spaeteren Stunde dort einfindet muss es schon ziemlich wild zugehen.

Das war mal ein Einblick in die Dinge die ich hier so erlebe.
Alles zu berichten waehre einfach zu viel

Ansonsten geht es mir sehr gut, im Projekt laeuft alles super und ich habe langsam das Gefuehl richtig hier angekommen zu sein.
Am Freitag werde ich mit einigen Freunden verreisen.
Wir werden uns "Salar de Uyuni" und danach Cochabamba ansehen.
Das ganze endet dann mit einem Camp meiner Organisation in der Naehe Cochabambas.
Ich freue mich schon sehr und hoffe euch danach schoene Sachen berichten zu koennen.

Ich hoffe es geht euch allen gut!
Liebe Gruesse aus dem sonnigen Bolivien in dem es langsam aber sicher Sommer wird...

Bis bald
salomeinbolivien

12.11.08 16:47, kommentieren

Nuestra forma de vida!!!

Buen día!!!

Nun...ich weiss eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll.
Das nicht viel Neues passiert ist in den letzten Wochen gibt mir endlich mal Gelegenheit im Allgemeinen ueber das Leben hier in La Paz zu berichten.

Darum einfach mal ein paar Situationen die ich bisher schon hier erlebt habe und die mir sehr typisch fuer das Land und die Kultur erscheinen:

Vor einigen Wochen sass ich mit Freunden im Internetcafe als ploetzlich ein voellig verdreckter Mann reingestuermt kam und uns fragte ob wir Englisch sprechen.
Wir in unserer Unerfahrenheit sagten natuerlich JA und so fing der Mann an uns eine unglaubliche Geschichte zu erzaehlen.
Er sei hier 13 Monate im Gefaengnis gewesen, voellig zu Unrecht natuerlich, waere gerade freigelassen worden und haette nun kein Geld um seine Familie in New York anzurufen.
Als ihm klar wurde das wir ihm kein Geld geben wollten ist er voellig ausgerastet und hat uns mit den schlimmsten Worten beschimpft.
Bevor er laut schreiend das Internetcafe verliess liess er es sich nicht nehmen noch schnell einem meiner Freunde ins Gesicht zu spucken, was uns teils belustigte...in Wahrheit aber nicht so witzig war.
Jedes Mal wenn wir in der Naehe des Internetcafes sind sehen wir den "gerade eben" aus dem Gefaengnis entlassenen Amerikaner der, in ihrer Unwissenheit, englischsprechende Turisten belaestigt und ihnen ohne Haemmungen seine Koerperfluessigkeiten entgegenschleudert.

Eine andere heikle Situation, die ich in der zweiten Woche als ich hier war erlebt habe:
Eines Morgens machte ich mich mit zwei meiner Mitbewohner auf den Weg zum Spanischkurs den wir damals besuchten.
Als mir irgendwann auffiel das ich in einem Anflug von Muedigkeit meine kompletten Spanischmaterialien in der Wohnung vergessen hatte blieb mir nichts anderes uebrig als nochmal zurueckzugehen.
Nun war ich also allein unterwegs und als ich dann endlich im Bus sass musste ich nach weniger als 5 Minuten feststellen das sich die indigene Bevoelkerung an diesem Morgen dazu entschlossen hatte alle Strassen zu blockieren um fuer ihre Rechte zu demonstrieren.
Mir blieb also nichts anderes uebrig als auszusteigen und den restlichen Weg zu Fuss zu gehen.
Ich kam also Mitten in die Demonstration die gerade in vollem Gange war, was mir als "Gringa" schon leicht Angst einfloesste da wir von vorne herein eingetrichtert bekamen bei solchen Situationen nicht auf die Strasse zu gehen, da man dabei schon mal auf Feindseeligkeiten stossen koennte.
In Form von faustgrossen Steinen die einem gegen den Kopf geschmissen werden zum Beispiel.
Ich, in meinem Pflichtbewusstsein mein Spanisch zu verbessern und mich nun schonmal in der Situation befindend, liess mich jedoch nicht beirren und lief weiter meines Wege, immer mit dem Strom der indigenen Bevoelkerung.
Das ich irgendwann ein Demonstrationsplakat in die Hand gedrueckt bekam und mich somit ebenfalls fuer die Rechte der Indios einsetzte nahm mir einen Teil meiner Angst so das ich, zwar 30 Minuten zu spaet aber voller Stolz mit meinem Plakat die Spanischklasse betrat.
Als die Demonstration am Abend im Fernsehn gezeigt wurde habe ich verzweifelt versucht einen blonden Haarschopf zu erkennen...aber mein Einsatz wurde leider nicht oeffentlich ausgestrahlt...beim naechsten Mal vielleicht

Wegen solcher Demonstrationen und dadurch enstehenden Blockaden kann es auch schonmal vorkommen das wir eine Woche kein Gas haben und somit nicht kochen koennen...was aber durchaus unseren Erfindereichtum erweiter.

Nun einmal zum Verkehr in der Stadt...
Es gibt vier verschiedene Verkehrsmittel.
Minibusse kosten zwischen 1 und 3 Bolivianos und haben in der Frontscheibe Schilder stehen die anzeigen wo sie hinfahren. Mit ihnen kommt man eigentlich ueberall hin.
Sie haben die Groesse eines kleinen Kleinbusses, was aber hier niemanden zu interessieren scheint, denn wenn es sein muss finden schonmal an die 20 Personen darin Platz.
Ich bin eigentlich nur mit Minibussen unterwegs.
Dann gibt es "Mikros", die die Groesse eines normalen Busses haben aber aus einer voellig anderen Zeit zu stammen scheinen.
Sie kosten 1 Boliviano, fahren aber nicht ueberall hin.
Weiterhin gibt es "Trufis". Das sind Sammeltaxis in denen sich auch gerne mal an die 8 Leute versammeln, obwohl sie die Groesse eines normalen PKW's haben (3 Bolivianos).
Und natuerlich die normalen Taxis, die erstaunlich billig sind.
Fuer 20 Bolivianos kann man hier schonmal 45 Minuten unterwegs sein.
Ampeln gibt es wenige und wenn dann werden sie sowieso nur selten beachtet.
Das allgemeine System bei Kreuzunge sieht folgendermassen aus:
Wer zuerst hupt der faehrt zuerst.
Das Beangstigende bei der Sache ist das die Fahrer manchmal selbst nicht zu wissen scheinen wer zuerst gehupt hat.
Trotzdem habe ich hier noch nie einen Unfall gesehen.

Zur Bevoelkerung:
Es gibt viele Cholitas, das sind die indigenen Frauen in den traditionellen Trachten die meist auf dem Land leben.
Traditionell gekleidete Maenner sieht man kaum noch.
Und natuerlich die "normale" Bevoelkerung die in der Stadt lebt.
Ein fuer mich beim erstenmal sehr ungewoehnliches aber wirklich ueberall zu sehendes Bild sind die zahlreichen Baustellen in der Stadt, wo man zwischen einigen Bauarbeitern auch zahlreiche Cholitas Steine schleppen sieht.
Viele Familien beschaeftigen auch eine Cholita als Koechin oder Hausfrau.
Ansonsten ist die Bevoelkerung sehr glaeubig und ueberall, auf der Strasse, in Minibussen, in allen Situationen bekreuzigen sich die Menschen.
Man koennte meinen das sie 50 Prozent ihres Lebens nichts anderes tun...so viel dazu.

Das Leben in der WG ist wunderbar.
Wir verstehen uns alle wirklich gut und in 2 Wochen werde ich auch endlich mein eigenes Zimmer haben weil Monica geht und dadurch ein Zimmer frei wird.
Was mich aber nicht unbedingt gluecklich macht weil ich sie wirklich sehr ins Herz geschlossen habe.

Einkaufen kann man hier auf einem grossen Markt auf dem man wirklich alles findet was man braucht.
Er ist riessig und es macht Spass zwischen all den Staenden und den verschiedenen Geruechen umherzugehen und mit den Cholitas, die ihre Waren anbieten, zu feilschen.
Natuerlich gibt es auch Supermaerkte, die aber viel zu teuer sind und in die ich nur gehe wenn ich Fleisch brauche.
Das kann man zwar auch auf dem Markt kaufen aber ich glaube das wuerde mein Magen nicht unbedingt mitmachen.

Die Wochenenden hier sind nie langweilig und es gibt immer wieder tolle Konzerte oder Veranstaltungen die wir alle zusammen besuchen.
Ansonsten gibt es natuerlich auch viele Clubs, Bars und Discos.
Am liebsten gehe ich in Peñas, wo traditionelle bolivianische Musik gespielt und die traditionellen Taenze getanzt werden.
Dort bekommt man, statt den bei uns ueblichen Erdnuessen, eine Schale mit Kokablaettern und dazu gepresstes Koka, das ungefaehr die Konsestenz von einem Kuchenteig mit viel Zucker hat.
Man bestreicht ein Kokablatt mit dem gepressten Koka, erhitzt das Blatt kurz ueber einer Kerzenflamme und kaut es dann.
Koka schmeckt ein bisschen wie Spinat und mir persoenlich sehr gut...auch in Form von Tee.
Es hat aber keinerlei Wirkung..zumindest keine direkt spuerbare (auch wenn manche meinen sie bekommen davon einen tauben Mund).
Es hilft jedoch gegen die Hoehe und beruhigt denn Magen...was hier manchmal sehr hilfreich ist.
In den Peñas trinke ich meistens Singani, das Nationalgetraenk der Bolivianer.
Es schmeckt wie eine Mischung aus Wodka und Tequila und man trinkt es mit Sprite, Orangensaft oder Tee, was sehr lecker ist.

Letzte Woche fand ueber zwei Tage eines der beruehmtesten Festivals Boliviens in La Paz statt, was mir gute Musik und das bis jetzt beste Wochenende in La Paz bescherte.
Dabei kam mir der Gedanke das es in Deutschland mit Sicherheit irgendwelche Vorschriften gibt wie grell die Flutlichter sein duerfen die von der Buehne ins Publikum strahlen.
Wenn man also nach einem Konzert hier mit der Haelfte seiner urspruenglichen Sehkraft durch die Nacht laeuft weiss man erst was es heisst in einem Land zu leben in dem Gesetze ganz klein, meistens aber gar nicht geschrieben werden.

Ansonsten lerne ich immer neue Leute kennen, was sehr viel Spass macht.
Nach und nach auch immer mehr Bolivianer und nicht nur Freiwillige, was auch sehr gut fuer mein Spanisch ist.

Das typische spanische Essen lerne ich dadurch das ich im Projekt lebe und auch esse immer besser kennen.
Vieles ist sehr lecker, wie z.B. Apí, ein Maisgetraenk das stark an unseren Gluehwein erinnert aber ohne Alkohol ist und mit gebackenen Teigfladen gegessen wird.
Auch die vielen verschiedenen Kartoffelsorten schmecken interessant.
Nur als ich dann letztens versehentlich Lama probiert habe und mir von dem Geschmack ziemlich schnell ziemlich schlecht geworden ist, ich aber vor den Kindern nichts ausspucken konnte, fand ich das nicht so toll.
Ansonsten liebe ich das Leben im Projekt und die Kinder, die manchmal aber auch echt anstrengend sein koennen.


Als ich letzte Woche eines Morgen um 6:00 Uhr meine Arbeit begann war ich erstaunt einen von den Jungs schon komplett angezogen und froehlich herumhuepfend anzutreffen.
Als ich die Erzieherin fragte was mit ihm los sei erklaerte sie mir das er so froehlich sei weil er es in dieser Nacht geschafft hatte nicht in sein Bett zu pinkeln.
Ich musste wirklich lachen aber das bestaetigte dann auch gleichzeitig einen lang gehegten Verdacht von mir der mich jedes mal beschlich wenn ich die Schlafzimmer der Jungs betrat und mir ein suesslicher "Duft" entgegenwehte.
Ich bleibe mittlerweile immer bis Freitags im Projekt um am Morgen noch an einer Besprechung teilzunehmen in der die naechste Woche geplant wird.

Zum Schluss noch eine wichtige Meldung!
Ich habe vor 4 Wochen angefangen Zampoña (Panfloete) zu spielen und werde bald ofiziell der beste Zampoñaspieler der Welt.
Zumindest bin ich zuversichtlich, seit ein paar Tagen kommt naemlich manchmal schon ein Ton raus wenn ich reinpuste

Wie ihr seht geht es mir immernoch gut und ich bin gluecklich wie zuvor.
Liebe Gruesse und Kuesse an euch alle!

hasta pronto
salomeinbolivien

12.10.08 22:17, kommentieren

Rueckflug bestaetigt!

Ich komme am 26. 08. 09 um 11.35 Uhr in Deutschland an!

2 Kommentare 11.10.08 20:31, kommentieren

Sonnenschein oh Sonnenschein

Hola mis amores!

Nun, mir gehts wunderbar!
Ich hab am Montag angefangen in meinem neuen Projekt zu arbeiten und war darueber wirklich erleichtert.
Nachdem es mir in dem Heim fuer Maedchen nun nicht wirklich gut gefallen hat war ich uebergluecklich als ich am Montag in meinem richtigen Projekt anfangen konnte.
Dieses Projekt ist auch ein "Hogar Alalay".
Es ist ein Kinderdorf mit sechs verschiedenen Hausern auf die Maedchen und Jungen aller Altersklassen verteil sind.
Das Dorf liegt umgeben von Bergen so ziemlich im Nirgendwo und ist 1 1/2 Stunden von meinem eigentlichen Wohnort entfernt weshalb ich von Montag bis Donnerstag dort schlafe und nur die Wochenenden in der Stadt verbringe.
Ich arbeite mit Jungs von 4-8, die manchmal echt anstrengend aber meistens einfach nur witzig sind.
Ich fange Morgens um 6 Uhr an und helfe ihnen sich fuer die Schule fertig zu machen, Betten zu machen und bereite das Fruehstueck vor.
Um 7.30 Uhr schwaermen dann alle in die Schule aus und wir Freiwilligen,insgesamt sind wir 10, versammeln uns dann erst mal vor unserem Haus(wir haben ein eigenes Haus
und geniessen die Sonne.
Das Kinderdorf liegt unterhalb von La Paz weshalb es dort wesentlich waermer ist...
Bis 13.00 Uhr haben wir dann eigentlich Freizeit.
Da es aber eine eigene Baeckerei gibt und ja auch fuer die Rund 70 Kinder die dort leben gekocht werden muss gibt es eigentlich immer etwas zu tun.
Auserdem gibt es eine Werkstadt, wo die aelteren Jugendlichen den Beruf zum Schreiner erlernen koennen, einen Fuss- und Basketballplatz, Instrumente, in denen die Kinder unterrichtet werden und auch sonst recht viele Angebote.
Um 13.00 Uhr holen die Freiwilligen dann das Essen in der Kueche ab und bringen es in die einzelnen Hauser.
Wenn die Kinder dann aus der Schule kommen wird gegessen und danach helfen wir bei den Hausaufgaben.
Nachmittags spielt man mit den Kindern oder begleitet sie zu ihren jeweiligen Aktivitaeten, wie z.B:
Die Bibelstunde...
Sowieso ist alles dort sehr auf den Glauben ausgerichtet.
Jeden Morgen vor der Schule, vor jedem Essen und auch sonst zu scheinbar jeder sich bietenden Gelegenheit wird gebetet...
Ich muss meistens nur bis 19.00 Uhr arbeiten, weil meine Kleinen schon frueh ins Bett mussen
Danach bin ich meistens ziemlich erledigt und war einmal sogar (zum ersten mal seit vielen Jahren) um 20.00 Uhr im Bett...schliesslich muss man am naechsten Tag ja wieder frueh raus.
Es hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen dort das Jahr ueber zu bleiben.
Trotzdem war ich am Donnerstag natuerlich froh als es nach dem Mittagessen endlich wieder nach Hause ging, denn das Leben in der grossen Stadt fehlt einem "dort Unten in der Einsamkeit" schon...nach einer Weile.

Nun gut...das wars auch schon wieder.
Ich hoffe euch Allen geht es gut...und...
Lieber Onkel Oli:
Alles Gute zum Geburtstag!!!

Liebste Gruesse meine Teuren
salmeinbolivien

1 Kommentar 25.9.08 23:00, kommentieren

Schlechte Erfahrungen

Hola amigos!!!

Nun...hier ist wieder viel passiert...und diesmal hab ich leider nicht nur schoene Dinge zu berichten.
Aber am besten fange ich ganz am Anfang an.

Am Montag hat unser Sprachkurs begonnen. In dem wir in Kleingruppen unser Spanisch aufbessern und etwas ueber die Kultur und Geschichte Boliviens lernen.
Die Lehrerin meiner Gruppe heisst "Monica", mit der wir immer viel Spass haben und die es immer wieder schafft das Thema auf "chicos guapos" zu lenken...was uns alle immerwieder sehr belustigt.

...am Montag habe ich dann auch erfahren das ich ab Dienstag arbeiten muss...jaja, sind die spontan, die Bolivianer...
Eigentlich arbeite ich im "Hogar Alalay" in Aldea,ein Dorf das ca. 1,5 Stunden von La Paz weg ist.
Da dieser Weg aber zu weit ist um ihn jeden Tag zu fahren,denn ich muss ja auch gleichzeitig noch den Sprachkurs machen, arbeite ich zur Zeit in einem "Hogar Alalay" das mehr oder weniger direkt in La Paz liegt.
Es gibt 5 verschiedene Haeuser von Alalay, allein in La Paz und Umgebung.
Auf diese Hauser sind die 4 verschiedenen Phasen aufgeteilt mit denen Alalay arbeitet.
Die Kinder der ersten Phase kommen direkt von der Strasse und es geht erst einmal darum dafuer zu sorgen das sie sich taeglich waschen, ihr Bett mach, usw.
In den weiteren Phasen wird dann versucht die Kinder wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Kinder (oder eher junge Erwachsene in der 4 Phase haben bereits eine fertige Schulausbildung und erlernen gerade einen Beruf. Manche von ihnen studieren sogar, wie ein Maedchen in meinem derzeitigen Projekt, das Architektur studiert.

Also bin ich am Montag zusammen mit einer anderen Freiwilligen, die das ganze Jahr ueber in diesem Alalay arbeiten wird, nach dem Sprachkurs ins ICYE-Buero gegangen, von wo aus wir von einem Mitarbeiter zu unserer neuen Arbeitsstelle begleitet wurden.
In dem Haus leben 20 Maedchen zwischen 15 und 19.
Die Schlafraeume sind nach den verschiedenen Phasen aufgeteilt.
Es gibt ein Schlafraum fuer die erste und zwei fuer die dritte und vierte Phase.

Der erste Tag hat wirklich Spass gemacht und die Maedchen waren auch sehr nett.
Das einzig schlechte war das es in dem Heim weder Spiele noch sonst etwas gibt das man mit den Maedchen unternehmen koennte.
Auf meinen Vorschlag hin, auf einem ein paar Meter entfernten Platz, fussballspielen zu gehen, erklaerten sie das sie 4 Wochen nicht auf den Platz duerfen weil sie irgendetwas angestellt hatten...
So blieb uns also nichts anderes als mit den Maedchen zu reden.
Abgesehn davon das ich mir an einem Stuhl aus dem ein Nagel stand die Hose aufgerissen habe und den ganzen tag halb enbloesst herumlaufen musste, ist mein erster Arbeitstag ganz gut verlaufen.

Waehrend unserer Arbeitszeit konnten wir unsere Taschen im Buero der Heimleiterin einschliessen, worueber ich auch sehr froh war, weil ich am Morgen 100 Euro in Bolivianos eingetauscht hatte und so mit einer betraechtlichen Summe herumlief.
Als ich jedoch zu Hause war und meinen Geldbeutel oeffnete musste ich feststellen, das vom am Morgen umgetauschten Geld 200 Bolivianos fehlten...
Ich ueberlegte hin und her und spielte alle Moeglichkeiten ueber den Verbleib des Geldes durch...aber ich konnte es mir einfach nicht erklaeren.
Ich entschloss mich dazu diese Sache im Projekt nicht anzusprechen weil ich ja wusste das die Sachen im Buero eingeschlossen waren und keines der Maedchen Zugriff darauf hatte.
Auserdem war es mein erster Tag und ich wollte keine falschen Verdaechtigungen anstellen.
Die Sache beschaeftigte mich trotzdem die ganze Woche...
Als ich am Freitag ins Projekt ging nahm ich 100 Bolivianos mit weil ich danach noch einige Sachen einkaufen wollte. Mir war sehr mulmig bei der Sache und ich ueberpruefte vorm Betreten des Projekts nocheinmal das sich das Geld in meinem Geldbeutel befand.
Der Tag verlief gut...doch als ich gehen wollte und das Buero betrat sah ich sofort das meine Tasche anders dalag als zuvor.
Als ich in meinen Geldbeutel sah musste ich feststellen das er leer war.
Im ersten Moment war ich eigentlich nur geschockt und wusste nicht so recht wie ich mich verhalten sollte.
Ich rief dann Charlotte ins Buero,eine andere Freiwillige, die schon seit drei Monaten in dem Projekt arbeitet und sehr gut Spanisch kann, um ihr die ganze Geschichte auf Englisch zu erklaeren...weil ich mich in diesem Moment nicht faehig fuehlte noch im Woerterbuch nachzuschlagen um mich besser ausdruecken zu koennen.
Sie stritt das Ganze sofort ab, meinte das das unmoeglich sei weil die Tuer abgeschlossen war, sie den Maedchen so etwas auserdem niemals zutrauen wuerde und mir das Geld irgendwo anders abhandengekommen sein muesse.
Als ich ihr dann auch von meinem Verlust vom ersten Tag erzaehlte sah sie mich nur skeptisch an und fragte warum ich denn dann nichts gesagt haette.
Ich fuehlte mich ploetzlich selbst als verdaechtigt irgendwelche Geschichten zu erzaehlen, als dann auch die Heimleiterin davon erfuhr und es als unmoeglich erklaerte.
Trotzdem redeten sie mit den Maedchen, die es natuerlich auch als voellig unmoeglich abschrieben, bis die Heimleiterin irgendwann mal auf die Idee kam das Fenster zu ueberpruefen...das natuerlich offen war...
Dann fingen sie an alle Zimmer der Maedchen zu durchsuchen, waehrend diese nicht das Haus verlassen durften. Die meisten von ihnen gehen in die Abendschule, die sie dann auch ausfallen lassen mussten um zu verhindern das sie das Geld auf irgendeinem Weg aus dem Haus schmuggeln konnten.
Ich sahs da und wartete und wartete und fuehlte mich ploetzlich wirklich aus irgendeinem Grund schuldig weil ich die Maedchen wirklich mag und nun alle den Nachteil daraus ziehen muessen das mich eine oder zwei von ihnen beklaut haben...

Ich ging dann irgendwann mir dieses Herumsitzen ,waehrend saemtliche Sachen der Maedchen wie bei einer Razzia durchsucht wurden, zu bloed wurde...

Als ich dann endlich zu Hause war hatte ich kaum Zeit zum durchatmen weil wir den Geburtstag einer Freiwilligen in unserer Wohnung feierten und eine halbe Stunde spaeter schon alle kamen.
Der Abend war ganz schoen aber als sich dann um 12 Uhr alle zum Tanzen aufmachten war ich wirklich nicht mehr in der Stimmung zum ausgehen und fiel einfach nur noch in mein Bett.

Das war also schonmal meine erste schlechte Erfahrung...die meiner Meinung nach reichlich verfrueht kam.
Die Sache beschaeftigte mich das ganze Wochenende...was man mir wohl auch angemerkt hat, da Monica, meine Mitbewohnerin, mir schon die ganze Zeit sagt das ich abschalten muss sobald ich aus dem Heim raus bin....eine Sache die ich wohl wirklich noch lernen muss...

Als ich nun am Montag wieder ins Projekt kam wurde die Sache, wie ich es vorher schon vermutet hatte,
einfach nicht mehr angesprochen.
Als ich mich nach dem Geld erkundigte meinte die Heimleiterin nur sie haetten alles durchsucht und nichts gefunden...moeglicherweise habe ich das Geld doch woanders verloren.
Nun gut, damit hatte ich gerechnet.
Ich beliess es dann auch dabei und habe meine erste Lektion gelernt

Nun noch kurz zur politischen Situation.
Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen...davon bekommen wir hier gar nichts mit.
Den "Buergerkrieg" von dem anscheinend ueberall die Rede ist, wird hier als solcher gar nicht wahrgenommen.
Zwei Freiwillige warten hier schon seit 2 Wochen darauf endlich nach santa cruz reisen zu koennen, wo sie arbeiten und eine andere Freiwillige, die morgen eigentlich nach Hause geflogen waere, muss noch laenger hierbleiben weil die Fluege stoniert wurden.
Aber ansonsten bekommen wir hier, ausser aus Zeitungsberichten (die wir versuchen zu entschluesseln) nichts von der kritischen politischen Lage mit.
Also...keine Sorge lieber Papa!

Nun denn...das war genug...fast schon zu viel...
mehr und vor allem anderes gibt es bald...

Ich kuesse Euch
adíos
salomeinbolivien
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1 Kommentar 16.9.08 22:46, kommentieren