Viel zu tun!!!

Hola amigos!!!

Wo fange ich an?
Inzwischen ist schon eine Woche vergangen seit ich zum letzten Mal geschrieben habe.
Und ich weiss wirklich nicht wo ich anfangen soll.
Ich sitze gerade in einem Internetcafe in der "calle de las brujas", was ueberstezt soviel wie
"Strasse der Hexen" bedeutet.
Hier kann man Dinge wie getrocknete Lamafoeten,verschiedene Tierknochen raetselhafter Herkunft und
Zaubertraenke aller Art bekommen.
Ueberall werden kleine Statuen zur Verehrung der "Pachamama", der "Mutter Erde" verkauft.

Auch sonst hat sich bei mir einiges getan.
Das Seminar auf dem wir in vielerlei Hinsicht auf unser Leben in Bolivien vorbereitet wurden war wirklich wunderschoen.
Wir lebten fuer vier Tage in einem atemberaubenden Haus mit Swimming Pool mitten in den "Yungas".
Diese sind unterhalb von La Paz und wir waren umgeben von Bergen...und leider auch von fiesen Moskitos, die jeden von uns verstachen, so das wir jetzt alle aussehen als haetten wir eine ansteckende Krankheit.
Es war wirklich, wirklich warm und ich habe mir schon meinen ersten anstaendigen Sonnenbrand eingefangen.
Zwischen den einzelnen Einheiten waren wir schwimmen oder haben uns am Pool gesonnt.
Wir haben uns alle super verstanden.
Wir haben uns auf Englisch und Spanisch verstaendigt, was mitlerweile dazu gefuehrt hat das wir alle ein sehr fragwuerdiges Spanglish sprechen, je nachdem in welcher Sprache einem das Wort zuerst einfaellt.
Viele der Freiwilligen sind mittlerweile schon in andere Staedte gefahren weil sie dort arbeiten, aber wir sind immernoch ungefaehr 10 Stueck die in La Paz bleiben.
Heute Abend treffen wir uns alle um das Nachtleben hier auszutesten.

Nun zu meiner Wohnsituation.
Ich wohne in einer Dachwohnung in der Naehe des Stadtteils "El Alto".
Dort lebe ich mit Jolan aus Belgien, Camilla aus Finnland (mit der ich ein Zimmer teile) und Monica aus der Schweiz, die im selben Projekt arbeitet wie ich.
Wir haben eine wunderschoene Dachterasse von der aus man ueber die ganze Stadt sehen kann.
Natuerlich gibt es auch mehr oder weniger nicht so gute Dinge...
Es gibt kein warmes Wasser, was heisst das ich mich schnell an WIRKLICH kalte Duschen gewoehnen muss, was an sich gar nicht schlimm waere, wenn nicht auch unsere Wohnung ein einziger Kuehlschrank waere.
Abends und Morgens ist es hier naemlich sehr kalt, waehrend wir jetzt um halb zwei Mittags mit T-Shirt und hechelndem Atem herumlaufen.
Auserdem haben wir natuerlich keine Waschmaschine und ich habe mich heute Morgen zum ersten mal darin geuebt mit Hand und Buerste zu waschen.
Danach habe ich meine Kleidung ueber langgespannte Waescheleinen auf der Dachterasse aufgehaengt...ein wunderschoenes Bild

Was noch...?
Normalerweise lebe ich im Projekt und nur am Wochenende bei den anderen in der Wohnung.
Arbeiten werde ich aber erst nachdem ich einen Spanischkurs besucht habe, der 2 Wochen lang dauert.
Mein Projekt ist zwei Stunden von hier enfernt und bis jetzt habe noch es noch nicht besichtigt.
Aber um drei treffen wir uns alle im ICYE-Buero, wo ich mehr erfahren werde.
Auserdem hat mir Monica schon viel erzaehlt...dazu aber mehr wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs um Dinge fuer das Visum zu erledigen.
Wir bekammen Blut abgenommen, mussten in ein Einmachglas urinieren, waren bei einem (sehr fragwuerdigen) Zahnarzt, wurden von einem anderen Arzt untersucht...wobei ich nicht wirklich sagen kann auf was???
Bekamen den Brustkorp geroentget...wobei ich sagen muss das es hier so etwas wie einen Roentgenschutz nicht gibt!!!
Bekamen seltsame Fragen gestellt, von denen wir den Sinn nicht verstanden...und die ich hier auch nicht weiter ausfuehren moechte.
Mussten uns durch saemtliche Bueros bei Interpol schlagen, bekamen alle zehn Fingerabdruecke abgenommen und so weiter und sofort.

Ihr seht es ist viel passiert in dieser Woche und ich koennte endlos weiterschreiben...aber irgendwann reicht es auch mal...

Naechstes mal mehr zum Stadtbild von La Paz...womit ich allein schon 10 Seiten fuellen koennte...

Macht euch keine Sorgen um mich...Mir gehts besser den je

Bis bald...mit mehr Neuigkeiten aus dem wunderschoenen Bolivien

Besos y Saludos
salomeinbolivien

5.9.08 23:21, kommentieren

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Erste Eindruecke:)

Hallo liebe Alle!!!

Also...ich weiss eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll...
Erst mal:Mir geht es sehr gut.
Ich sitze gerade in einer Wohnung in der Innenstadt von La Paz und trinke schwarzen Kaffee...waehrend eine alteingeborene Indianerin in der kueche steht und geschaeftig irgendetwas zu Essen zubereitet.

Der Flug war anstrengend aber trotzdem schoen.
Es hat sich herausgestellt das nicht nur Rime,Julia,zwei andere Freiwillige aus Deutschland und ich geflogen sind, sondern auch noch Jonas,Lore und Kathi, die uebrigens mit mir zusammen in einem Projekt arbeitet.
Wir haben uns alle super verstanden und hatten schon eine Menge Spass.
Und weil es das Schicksal so gut mit uns meint sind wir erst mal ein paar ganz grossen bolivianischen Stars begegnet.
Als wir am Flughafen in Buenos Aires sassen haben wir uns schon ueber die fuenf langhaarigen Rocker die uns gegenueber sassen gewundert...aber als dann staendig irgendjemand kam und nach einem Autogramm gefragt hat war uns schon klar das die "irgendwie" bekannt sein muessen.

Als wir dann in Santa Cruz de la Sierra noch einmal umgestiegen sind, mussten wir aus dem Flughafen rauslaufen um an das andere Gate zu kommen.
ich lief ganz vorne und sah mich ploetzlich vielen Kameras mit blendenden Lichtern und einem Blitzlichtgewitter, begleitet von tossenden Jubelschreien, gegenueber.
Als wir uns mehrmals fuer das tolle Empfangskomitee bedankt hatte musste wir resigniert feststellen das dieser jubel nicht uns, sondern den fuenf Rockern, galt.
Ueberall wurden Plakate in die Luft gehalten um die Band( die ungefaehr rata blanca heisst oder so) zu begruessen...ach ja...das war schon was.(Als ich hier war hab ich meinen Gastschwestern davon erzaehlt und die sind total ausgerastet,weil die Jungs wohl wirklich sehr bekannt sein muessen...was die Frage aufwirft warum sie sich,wie wir auch, in ein Flugzeug setzen, bei dem man froh sein kann wenn es erst nach der Landung auseinanderfaellt

In La Paz angekommen mussten wir erstmal...wie sollte es anders sein?...eine viertel Stunde warten bevor wie abgeholt wurden.
Dann kamen drei Leute von ICYE, die sich jeweils zwei von uns geschnappt haben und uns provisorisch,bis zum Beginn des Seminars, in Gastfamilien gebracht haben.
Alle Gastfamilien haben irgendetwas mit ICYE zu tun oder sind Verwandte von ICYE-Mitarbeitern.

Als wir bei meiner Gastfamilie ankamen...wie sollte es anders sein?...war natuerlich niemand zu Hause und mein Begleiter musste erst mal ewig telefonieren um jemanden zu erreichen.
Wie sich herausstellte sass die Familie gerade in einer Theatershow am plaza municipal.
Als mein Gastvater mich dann nach zwanzig minuten abholte blieb nicht viel zeit zum durchatmen(geschweige denn zum duschen) und er fuhr sofort mit mir zurueck zum plaza, wo wir erst mal Pizza essen gingen und uns gut unterhielten,bis die Show fertig war und ich seine Frau und seine beiden Toechter kennenlernte.
Alle sind schrecklich nett und eine der beiden Toechter hat auch schon ein Jahr in deutschland gelebt.
Die Familie ist echt so nett...und ich koennte mir fast schon vorstellen doch das ganze Jahr in einer Gastfamilie zu leben.

Die duenne Luft macht mir nicht zu schaffen...ich hab aber auch schon viel cocatee getrunken um dem vorzubeugen

Morgen gehts dann weiter aufs Seminar und ich freue mich schon die anderen Freiwilligen wiederzusehen...und bin ehrlich ein bisschen traurig das wir uns nach dem Seminar alle trennen muessen.


Ich denke das naechste mal melde ich mich nach dem Seminar. Das geht bis zum dritten September und dann gehen wir alle, glaub ich, nochmal zwei tage in unsere Gastfamilien bevor wie dann ins Projekt ziehen oder die anderen eben in ihre Staedte fahren.

Also...macht euch keine Sorgen.Mir geht es hier wunderbar...

Meine Gastschwester kommt bald von der Uni und dann werd ich sie mir mal unter den Arm klemmen und mir die Stadt ansehen...La Paz ist echt wunderbar

Also bis bald meine Liebsten
Kuesse aus Bolivien

salomeinbolivien 

 

29.8.08 23:06, kommentieren

Meine Wohnadresse

Calle Curtiembre

La Paz

1 Kommentar 26.9.08 23:09, kommentieren

Meine Adresse im Projekt

Huajchilla – Carrera

La Paz

1 Kommentar 27.8.08 11:41, kommentieren

Meine Postadresse in Bolivien

Julia Salome Stahl
ICYE Office
Edif. El Condor
Piso 3, Oficina 8
La Paz-Bolivia

1 Kommentar 19.9.08 00:57, kommentieren