Tannenbaum oh Tannenbaum

Hola amigos!

 Wie geht es euch allen in der vorweihnachtlichen Zeit?
Bei uns ist es sehr warm und dadurch auch sehr schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Man kommt sich immer vor als wuerde man im tiefsten Sommer Weihnachtslieder singen...schon seltsam.

Wie auch immer...endlich finde ich einmal Zeit um euch von meiner Reise zu berichten.

Am 14.November trafen wir und abends an der "Estación de Autobuses", wo wir unsere kleine Reise starteten. 

Die ganze Nacht sind wir auf einer ungeteerten Strasse dahingeholpert um am naechsten Tag muede aber natuerlich voll motiviert in Uyuni, im Sueden von Bolivien, anzukommen.
Von dort aus ging es nach einem kurszen Fruehstueck sofort weiter und wir machten und in einem Jeep auf um die "Salar de Uyuni", die Salzwueste zu erkunden.
Das war wirklich ueberwaeltigend!
Egal wo man hinsieht, alles ist weiss und man hat das Gefuehl irgendwo in Alaska zu sein weil es wie eine riessige Schneedecke wirkt.
Wir stiegen auf die "Isla de pescado", eine fischfoermige Insel mitten in der Wueste von wo aus man einen herrlichen Ausblick hat.Es war so still wie ich es schon ewig nihct mehr gehoert habe.Man hoerte nur den Wind und hatte dieses endlose Weiss vor sich-traumhaft

Wie schliefen in einem Hotel das nur aus Salz bestand-Betten, Tische, Stuehle-sogar der Boden war mit Salz ausgelegt.

Am naechsten Tag fuhren wir zu verschiedenen Lagunen und zum "Arbol de Piedra"-dem Baum aus Stein.
Die Lagunen waren wunderschoen und die letzte die wir sahen, die "Laguna colorada" hatte viele verschiedene farben.
Die Lagunen waren wunderschoen.In allen leben Flamingos, was wirklich ein herrliches Bild ergibt.

Den ganzen Tag fuhren wir mit dem Jeep durch die totale Einsmakeit.
Ich finde es immerwieder erstaunlich wenn ich ein so riessiges unbesiedeltes Gebite sehe-kaum vorstellbar das es ueberall auf der Welt einmal so aussah...

Naqch einem anstrengenden Tag uebernachteten wir in einem ehemaligen Fluechtlingslager und nach einer kurzen Nacht ging es um 5.00 Uhr mit dem Jeep weiter-dem Sonnenaufgang entgegen.
Wir fuhren zu einem aktiven Vulkan und sahen uns die Geysire in der Umgebung an.
Danach fuhren wir zu natuerlichen heissen Quellen un nach einem leckeren Fruehstueck nahmen wir darin ein heisses Bad-traumhaft

Von Uyuni ging es dann weiter nach Cochabamba.
Zwei Tage lang sahen wir uns die Stadt an, liefen viel herum und besuchten die grosse Christusstatue die ueber der Stadt trohnt.
Cochabamba ist eine schoene Stadt...aber natuerlich nichts im Gegensatz zu La Paz

Danach ging es weiter nach Torro Torro, wigentlich ein kleines Doerfchen mit einem riessigen Garten, dem "Nationalpar Torro Torro"
Die Turisten werden hauptsaechlich mit den dort zu findenden Dinosaurierspuren angelockt, was mich persoenlich aber weniger beeindruckt hat.
Das ueberwaeltigende war die Landschaft an sich.
So starteten wir also unseren zweitaegigen Wandertrip.
Am ersten Tag kamen wir nach ca. drei Stunden Wanderung zu einer grossen Hoehle.
Mit Taschenlampen ausgeruestet kletterten wir ungefaehr zwei Stunden tief unter der Erde herum.Auf und Ab,mit Seilen gesichert und auf sich selbst gestellt.
Das Schoene ist das man gewisse Dinge in Deutschland niemals machen koennte weil die Sicherheitsvorkehrungen viel zu hoch sind...hier ist es einfacher gefaehrliche aber eben auch spannende Dinge zu erleben
Wir mussten und durch enge Spalten druecken, durch Gaenge kriechen und uns gegenseitig helfen um voran zu kommen.
Als wir am tiefsten Punkt der Hoele ankamen machten wir alle taschenlampen aus und lernten zum ersten mal was wirklich Dunkelheit bedeutet.
Man kann sich nicht vorstellen was in einem Menschen vorgehen muss der dort unten allein und ohne Licht festsitzt...eine schrecklich Vorstellung.
Ich hab mich ein bischen gefuehlt wie Becky Thatcher die darauf wartet von Tom Sawyer gerettet zu werden

Am naechsten Tag wanderten wir zu einer tiefen Schlucht, die wir hinunterstiegen.Als wir unten ankamen kletterten wir auf Steinen weiter, immer an einem Fluss entlang, bis wir zu Wasserfaellen kamen.
Dort machten wir eine Pause, gingen schweimmen und liessen uns von den kleineren Wasserfaellen den Ruecken massieren
Den Rueckweg liefen wir in der Schlucht und arbeiteten uns an der Steinwand immer weiter nach oben.
Das war ein einziges Gekletter, hat aber einfach wahnsinnig viel Spass gemacht.
Als wir an einem von der natur geschaffenen Wasserbecken mit Felsvorsprung vorbeikamen konnten wir uns nicht mehr beherrschen und sind mitsamt unserer Kleider von dem natuerlichen Sprungbrett ins Wasser gesprungen.
Ehe ich mich versah war das Becken voll mit bekleideten Menschen...wir hatten soviel Spass
Abends waren wir nach diesem anstrengenden Marsch alle ziemlich muede.
Am naechsten Tag gings dann schon zurueck na La Paz.

Es war wirklich eine schoene, wenn auch kurze Reise.
Und was das Ganze fuer mich noch schoener gemacht hat ist das ich sehr oft an meine Jungs denken musste und sie manchmal sehr vermisst habe.
Als ich wieder ins Projekt zurueckkam habe ich gleucklich festgestellt das dieses Vermissen beidseitig war.
Diese Erfahrung hat mich letztenendes auch zu der Entscheidung bewegt Weihnachten mit meinen Kindern zu verbringen...mal sehen wie es wird

 

Euch allen wuensche ich eine schoene Adventszeit, frohe Weihnachten und (wenn ihr vorher nichts mehr von mir hoert) einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Feliz Navidad!!!

salomeinblovien 

 

8.12.08 20:59

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