Es ist Winter!

Aufenthaltsort: Salta-Argentinien

 

Ich sitze im "Wohnzimmer" eines kuscheligen Hostals in Salta und bemerke einmal wieder das der Standart in Boivien einfach wahnsinnig niedrig ist im Bezug auf...Alles!

Die Hostals hier haben einfach eine ganz andere Atmosphaere...es gibt Raeume in denen man fernsehen, lesen, schreiben oder einfach mit anderen Leuten in Kontakt kommen kann.
In Bolivien hat man meistens nur sein Zimmerchen und das war´s.

...Aber ich will der Reihenfolge nach berichten.

Die letzten zwei Tage in Salta verbrachten wir mit Ausfluegen, unter anderem zu einem nahegelegenen See, wo wir den ganzen Tag in der Sonne lagen und den als so delizioes beschrieben lokalen Fisch probierten.
"Lonely Planet" luegt!...denn wenn man es geschafft hat den Kopf und den Schwanz der Fische zu entfernen bleibt nicht mehr sehr viel uebrig...auch nicht vom Appetit!

Auf jeden Fall war es schoen einfach mal wieder Ruhe und Natur zu haben weil das in La Paz einfach Fremdwoerter sind

Am naechsten Tag gings an den Stadtrand, wo wir den "Mercado Central" besuchten, ein sehr traditioneller Markt wie man ihn eigentlich ueberall in Bolivien finden kann und wo es wirklich alles zu kaufen gab.

Diese Maerkte erinnern mich immer an Erzaehlungen aus alten Romanen und so ungefaehr muss es damals auch gewesen sein.
Zum Beispiel in der Fleischabteilung...Das Fleisch liegt und haengt in Massen auf und ueber den zahlreichen Theken, natuerlich ungekuehlt, und Menschen kommen mit grossen Eimern um die gekaufte Wahre nach Hause zu transportieren.
Es stinkt und ueberall sind Fliegenschwaerme zu sichten...nicht zu sprechen von der Fischabteilung...

In anderen Sektionen sind Berge von frischem Obst und Gemuese zu finden und Frauen haben kleine Staende wo sie dir jeden nur denkbaren Frucht- oder Gemuesesaft fuer ungefaehr 20 Zent frisch pressen.

Im oberen Stockwerk gab es allemoeglichen Traditionellen Speisen Boliviens zu kaufen...wobei man da natuerlich immer vorsichtig sein muss was man isst, auch wenn vieles sehr lecker aussieht.

Wie ich bis jetzt auch festgestellt habe hat jede Stadt so ihre spezielle Speise die an jeder Ecke angeboten wird.
Das sind keine, wie man vielleicht erwarten moechte, traditionelle Speisen.
In La Paz und Cochabamba ist es zum Beispiel das "fritierte Huenchen", in Salta Pizza und Tarija werden an jeder Ecke die leckersten Sahnetorten verkauft...Bolivien hat schon was von einer Fastfoodnation

Gestern Abend gings dann mit dem "Minivan" los in Richtung argentinische Grenze.
Unterwegs fing es an zu regnen und wir mussten teilweise im Schritttempo fahren weil es so nebelig war das man nichts sehen konnte, wodurch wir uns schon ziemlich verspaeteten.


Wir waren trotzdem noch recht gut in der Zeit um unseren Bus der hinter der argentinischen Grenze auf uns wartete und uns nach Salta transportieren sollte zu erwischen.

Nachdem wir also mal wieder die Zollkontrolle und die, immerwieder einen ueberraschend einfallsreichen Humor besitzenden,Migrationsbeamten hinter uns hatten machten wir uns auf die Suche nach unserem Bus.

Es war mittlerweile schon ungefaehr 00.30 Uhr und wir fuehlten uns ein bisschen wie illegale Einwanderer, wie wir da so einsam in der Nacht herumstapften.

Nachdem wir dann nach ungefaehr einer Stunde und laengerem Suchen, den uns als 4-5 Minuten lang beschriebenen Weg bis zur Stelle an der unser Bus abfuhr gefunden hatten,
waren wir heilfroh das auf die suedamerikanische Unpuenktlichkeit nicht nur in Bolivien Verlass ist, wodurch wir unseren Bus noch rechtzeitig erreichten und uns sofort ueber den argentinischen Standart der breiten, weichen Sitze freuten 

Heute Morgen kamen wir dann endlich in Salta an und checkten sofort in ein Hostal ein, wo wir erst mal unseren Schlaf nachholten.

Die Stadt,im Norden Argentiniens ist immernoch so wunderschoen wie 2006, als ich waehrend meines Schueleraustauschs mit "Mar del Plata" hierher gereist bin.
Nur leider war es damals Fruheling und die Sonne schien und jetzt ist es Winter und es ist wirklich kalt...noch viel kaelter als in La Paz sogar...was ich einfach nicht mehr gewohnt bin

Es ist trotzdem herrlich, auch die ganzen Koestlichkeiten von Argentinien auf die ich so lange verzichten musste
Ich bin immer ganz stolz auf mich wenn ich Orte wiedererkenne und mich daran erinnere wie wir Austauschschueler damals zusammen hier waren...das scheint mir wie eine ganz andere Zeit, obwohl es vor nicht mal drei Jahren war...

Fuer morgen haben wir einen Tagesausflug nach Jujuy und Humahuaca geplant, wo ich damals auch schon war...mal sehen welche Erinnerungen mich da noch ueberkommen werden

Heute Abend gehen wir das salteñische Nachtleben, welches uns als "ueberraschend erfrischend" beschrieben wurde, erkunden und hoffen das wir morgen trotzdem frisch und munter um 6.30 Uhr zu unserem Tagesausflug bereit sind...

Bis Bald

salomeaufreisen 

 

 

 

30.5.09 02:28

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen